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Österreich, Wien, 05.05.2006
AMS-Kurse:
Fast 70 % der TeilnehmerInnen in sechs Monaten wieder im Job
Österreich liegt damit im internationalen Ranking der
Arbeitsagenturen am zweitbesten Platz – SchulungsteilnehmerInnen
bewerten Qualität der AMS-Kurse mit „gut“
(Wien, 5.5.2006) – „Fast 70 Prozent aller TeilnehmerInnen an den
Qualifizierungsmaßnahmen des AMS sind sechs Monate nach Schulungsende
wieder in Beschäftigung. Mit diesem Ergebnis erzielt Österreich im
internationalen Vergleich der Arbeitsagenturen den zweitbesten Platz
hinter Belgien und liegt damit noch vor Schweden, den Niederlanden, der
Schweiz und Deutschland“, bringt Herbert Buchinger, Vorstand des
Arbeitsmarktservice (AMS) die Wirksamkeit der vom AMS finanzierten
Schulungen für Arbeitsuchende auf den Punkt. Die Schulungen werden von
den Landesgeschäftsstellen des AMS den Anforderungen des regionalen
Arbeitsmarktes entsprechend bei Schulungsanbietern eingekauft. Zur
Qualitätssicherung des Ausbildungsangebotes wird von den
Landesgeschäftsstellen des AMS regelmäßig die Zufriedenheit der
SchulungsteilnehmerInnen erhoben. Zusätzlich wird die Zufriedenheit der
TeilnehmerInnen über Online-Fragebögen im Internet untersucht. Das
Ergebnis der seit Jahresbeginn rund 80.000 abgegebenen Bewertungen: Die
Qualität der Schulungen wurde von den TeilnehmerInnen mit einem
Durchschnittswert von 2,0 (bei einer Bewertungsskala von 1-6) beurteilt.
Laut einer von L&R Sozialforschung im Auftrag des AMS
Ende 2004 durchgeführten Studie, in der rund 1.000 KursteilnehmerInnen
befragt wurden, gaben insgesamt 70 Prozent der Befragten an, hohen
persönlichen Nutzen aus der Schulungsteilnahme gewonnen zu haben.
Unterschiede in der Bewertung gab es bei den TeilnehmerInnen verschiedener
Schulungstypen: Für die TeilnehmerInnen an Fachkursen stand die
Qualifikationserweiterung als individuelle Nutzendimension an erster
Stelle. Die Persönlichkeitsentwicklung und die Steigerung der Motivation
waren für die TeilnehmerInnen an Berufsorientierungskursen und an Kursen
der aktiven Arbeitsuche vorrangig. Nahezu jede/r dritte Befragte sah die
sozialen Kontakte und die Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch mit den
anderen SchulungsteilnehmerInnen als einen zusätzlichen wesentlichen
Nutzenaspekt der vom AMS angebotenen Schulung.
In einer Studie von Synthesis aus 2003 wurden die
Karriereverläufe geförderter Personen den Karriereverläufen von
Personen, die nicht an Maßnahmen der Arbeitsmarktförderung teilgenommen
haben, untersucht. Das Ergebnis: Qualifikation verbessert den
Karriereverlauf von Arbeitslosen erheblich. Bei Arbeitsuchenden, die eine
Qualifizierung besucht haben, nahm - im Vergleich zu Jobsuchenden ohne
vorhergehende Schulung - die Zahl der Beschäftigungstage als auch das
Jahresbeschäftigungseinkommen deutlich zu. Nach der Teilnahme an einer
Schulung stieg nicht nur die Beschäftigungsdauer (Frauen: plus 43 Tage,
Männer: plus 27 Tage im Folgejahr), sondern auch die Entlohnung: bei
Frauen um 1.900,- € und bei Männern um 1.800,- € im
Jahresdurchschnitt.
2006: Fast 200.000 Jobsuchende profitieren von
AMS-Schulungen!
Mit der Umsetzung des Programms „Unternehmen Arbeitsplatz“ stockt das
AMS das Schulungs-angebot für Jobsuchende heuer kräftig auf. Insgesamt
183.400 Arbeitsuchende werden im Jahr 2006 von mindestens einer Schulung
profitieren. „Im Vorjahr nahmen österreichweit rund 155.000
Arbeitsuchende an mindestens einer Schulung des AMS teil. Durch die
zusätzlichen Budgetmittel, die uns heuer zur Verfügung stehen, können
wir weiteren 50.000 Jobsuchenden die Möglichkeit bieten, die Zeit der
Arbeitslosigkeit sinnvoll durch Weiterbildung zu nutzen. Fast 80 Prozent
der im Jahr 2006 vom AMS angebotenen Schulungen werden
Qualifizierungsmaß-nahmen sein“, erklärte Herbert Böhm,
Vorstandsmitglied des AMS.
2006 stehen dem
AMS rund 355 Millionen € für Schulungen zur Verfügung. Seit 2003
stiegen die für die Schulung von Jobsuchenden ausgegebenen Budgetmittel
um 133 Millionen € an. „Dadurch kann das AMS heuer
nicht nur
mehr Schulungsplätze, sondern auch mehr Qualifizierungsmaßnahmen für
Jobsuchende einkaufen. Mit den Bildungspartnern gemeinsam werden wir auch
in den nächsten Jahren an der Entwicklung qualitativ hoch stehender
Schulungen arbeiten“, so Böhm.
Das AMS kauft vor allem jene Schulungen ein, bei denen
breite Nachfrage vorhanden ist. Um auch den individuellen Schulungsbedarf
abdecken zu können, bietet das AMS Jobsuchenden
die Möglichkeit, Qualifizierungen am allgemeinen Aus- und
Weiterbildungsmarkt zuzukaufen. „Jobsuchende, die mit ihrer
Schulung unzufrieden sind, sollten ihre Beschwerde an die Geschäftsstelle
oder direkt an die Ombudspersonen der jeweiligen Landesgeschäftsstelle
des AMS schicken. Die Ombudspersonen versuchen, konkrete Lösungen
anzubieten und leiten aus der Kundenkritik Verbesserungsmaßnahmen für
die Organisation ab“, so Böhm abschließend.
Quelle: www.ams.or.at/neu/7167_10376.htm
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